Agilität im Alltag nutzten

Agilität ist jetzt schon seit einigen Jahre ein Hype Thema in der Softwareentwicklung. Agilität ist dort allgegenwärtig gefüllt. Aber ich will heute lieber ein wenig auf die Konzepte der agilen Entwicklung im normalen Alltag eingehen. Den die Grundprinzipien habe ich in viele Prozesse meines Alltags integriert.

Was ist für mich Agilität?

Erstmal sollte ich wohl klären, was meine Grundprinzipien sind für diese Agilität. Für mich sind diese zum einem am Ende ein gutes Ergebnis zu haben, aber dabei nicht die Perfektion anzustreben im ersten Schritt. Sondern über kleine Iterationen hinweg sich zu verbessern. Das heißt für mich auch am Anfang weiß man nicht, was am Ende raus kommt. Man hat zwar Visionen, aber keine wirklich klare Struktur. Daher plant man in kurzen Zeiträumen z.B. einer Woche oder Monat je nach Thema und wichtig reflektiert auch am Ende eines solchen Zeitraums. Man guckt was war gut und was war nicht so gut. Darauf aufbauend kommt dann die nächste Iterationen. Man lernt also nach und nach aus seinen Lösungen und Fehlern.

Und was macht man damit im Alltag?

Mittlerweile nutzte ich diese Gedanken fast überall im Leben. Sei es bei der Zielplanung, bei Finanzen oder auch Kochen. Mir sind die Prinzipien ein wenig in Mark und Blut übergegangen. Aber um das ganze etwas besser zu Verstehen ein paar Beispiele aus meinen Alltag.

Zum Thema Zielen könnt ihr einfach mal bei der SauerkrautUndZaster vorbeischauen. Da hatte ich einen Gastbeitrag geschrieben, wo ich meine agile Zielsetzung beschreibe.

Beim Thema Finanzen habe ich z.B. recht weite Iterationen gesteckt. So grob 3 Monate. Alle drei Monate überprüfe mal direkter, wo ich grade stehe. Dabei sehe ich die letzten drei Monate an und entscheide, ob eventuell Anpassungen nötig sind. Dabei lerne ich auch was war gut und was war schlecht.

Im Bereich des Kochens hatte ich ja schon Mal über das Thema Einkaufsliste geschrieben und diese Woche ist dabei auch meine Iteration. Jedes Wochenende gucke ich mir an was war gut an Essen und was war nicht so toll. Daraus lerne ich und plane die neue Woche. Vielleicht kommen dann z.B. einige Rezepte weg oder werden irgendwie kommentiert.

Als viertes könnte man auch den Sport gut in diese Liste nehmen. Ich habe meine Visionen mit meinen Wettkämpfen. Die Iterationen sind so grob 3-4 Wochen, wo ich wirklich auf die Zeit zurück blicke und überlege, was steht in den nächsten vier Wochen an. Welches Training hat etwas gebracht und welches hätte ich auch lassen können. Den jeder Körper ist schließlich anders und vielleicht springt man auf eine Einheit deutlich besser an, als auf eine andere. Nach den drei Wochen habe ich dieses Feedback mit Tests meist sehr gut. Diese Iteration wird dabei aber auch noch in kleine Iterationen eingeteilt, welche eine Woche sind. In der Woche lege ich dann Schwerpunkte und schiebe vielleicht einzelne Einheit noch hin und her. In sieben Tagen kann man das Wetter z.B. grob abschätzen. Dabei merkt man auch an Trainingsbüchern, das Agilität im Sport immer schon ein Thema war. Den dort wird oft ähnlich vorgegangen.

Mir hilft es ungemein

Also mir haben diese Prinzipien im letzten Jahr deutlich geholfen. Weil man zum einem nicht versucht ein riesiges Ziel zu haben, welches man eh in Jahren nicht voraus sehen kann. Man hat aber immer einen groben Plan und wohin der Weg geht. Desto genauer, desto näher der Tag rückt. Und durch das Feedback hat man immer eine gute Reflektion. Man entwickelt sich halt ständig weiter und kann auch mit neuen Problemen gut umgehen, weil man ja zur nächsten Iteration wieder alles ändern kann. Von daher kann ich nur für mehr Agilität im Alltag plädieren.

Wie sieht es bei euch aus? Seit ihr schon Agil unterwegs? Plant ihr vielleicht gar nicht oder übertreibt ihr es gerne beim Plan mal wieder?

Trete jetzt der Community von bei, die bereits Erfolg mit meinen Tipps und Inspirationen haben:

Erhalte kostenlose Tipps und Kurse direkt in dein Postfach.

Kostenlos für dich. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

2 Kommentare

  • Ich mache mir aktuell erstaunlich wenig Vorgaben im Leben. Wobei ich da als Jugendliche krassere Phasen hatte. Grade in Bezug auf Ernährung und Sport (Kalorienzählen, Sportminuten usw..). Wenn ich genauer drüber nachdenke, nehme ich mir Step by Step Kleinigkeiten in meinem Leben vor, die ich verbessere und zum Alltag mache. Z.B. grundsätzlich Treppensteigen, Vollkornbrot und Gemüse zum Frühstück, Tagesgeldkonto oder Versicherung XY abschließen. Ich hab da, wenn ich recht überlege, eine innerliche To-Do-Liste, die ich je nach Lebensphase abhake. Dabei sammel ich die "Verbesserungsvorschläge" erst mal; so kann ich Vorfreude entwickeln und mir macht die Umsetzung mehr Spaß. Beim Schreiben dieses Kommentars kommt nun die Erkenntnis: Ja, To-Do-Listen machen mich glücklich. :D Selbst auf der Arbeit hake ich gerne alles ab und selbst beim Blogschreiben habe ich schon einige Ideen, die ich Step by Step formulieren will.
  • :D sehr gut. Die Frage ist jetzt, ob die To-Do-Liste glücklich macht oder etwas geschafft zu haben. Hoffe ja nicht nur alleine erstes.

    Aber kenne das selbst zu gut. Bei mir war es/ist es noch teilweise ähnlich, wie bei dir früher. Also Kalorien habe ich noch nie gezählt, aber ich plane doch eine ganze Menge. Früher noch viel extremer. Mittlerweile findet man doch so langsam seine Mitte, irgendwo zwischen Planung und Spontanität. Mittlerweile mache ich auch viel über Muster, wie du, also ich trainiere mir Gewohnheiten an. Um genau zu sein eine pro Monat. Und nun ja, wenn man gewisse Gewohnheiten hat, dann kann man sich auch automatisch auf die guten Dinge konzentrieren.

Was denkst du?

Powered by Chimpify