Auch mal Fehler machen

Man lebt ja ab und zu in einer Welt, wo man denkt das Fehler immer etwas schlechtes sind. Perfektion ist das Maß aller Dinge, welche man immer anstreben sollte. Aber so ganz stimmt das ja irgendwie nicht?

Keine Fehler machen blockiert

Immer alles richtig zum machen und immer das beste zu machen blockiert deutlich mehr, als alles andere. Oft tut man etwas lieber gar nicht um bloß keinen Fehler zu machen. Dabei wäre es wohl das kleinere Übel gewesen, etwas zu erreichen, aber ein paar Fehler zu machen, als es nie versucht zu haben.

Die Angst vor Fehlern bremst ein förmlich aus und versetzt ein in eine starre, wo man so leicht gar nicht raus kommt.

Fehler machen ist nichts schlimmes

Ok beim Packen eins Fallschirms wäre ein grober Fehler wirklich keine gute Sache. Aber die meisten Fehler sind meistens nie so schlimm und vor allem die bekannten Fehler kann ich ja eh entweder umschiffen oder mir entsprechende Maßnahmen parat legen. An die wirklich schlimmen Dinge denkt man eh nie und wenn sie kommen, dann muss man sie halt hinnehmen.

Oft stellen wir uns daher ein Fehler deutlich schlimmer vor, als es wirklich ist.

Ehrlich sein und daraus lernen

Das wirklich Wichtige bei Fehlern sind für mich zwei Dinge. Zum einem sollte man aus ihnen Lernen können. Passiert ein Fehler, dann passiert er halt, aber nach Möglichkeit kann man ihn ein zweites Mal verhindern.

Außerdem sollte man bei Fehlern immer ehrlich sein, grade in Kombination mit anderen Leuten. Hat man einen Fehler gemacht sollte man dazu stehen und den anderen Beteiligten darüber berichten. Meist ist das Verständnis deutlich größer als man denkt. Im Gegensatz, wenn man versucht einen Fehler zu verschleiern und er irgendwann doch auftaucht. Daher immer raus, wenn man etwas falsch gelaufen ist.

Fehler kann man machen

Kurzgefasst kann man aus Fehlern oft viel mehr lernen als man denkt. Und wenn man zu seinen Fehlern steht und daraus lernt kann man nur gewinnen. Daher lieber mal was riskieren und hinfallen, als es nie vorher probiert zu haben.

Wie steht ihr zu Fehlern? Findet ihr die ganze Schutzhaltung in der heutigen Gesellschaft auch eher schlecht? Macht ihr vielleicht sogar gerne mal Fehler?

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5 Kommentare

  • Hallo mafis,
    Fehler zeigen dir nur, dass Du aktiv bist. Je aktiver Du bist, desto mehr Fehler machst Du. Das ist keinesfalls negativ, da wie Du schreibst, die meisten Fehler keine großen Auswirkungen haben. Wir in Deutschland sind eher so drauf, dass wir Fehler vermeiden möchten, wo es geht. Dadurch werden wir aber passiv, weil wir uns ständig Gedanken machen, wie wir diese vermeiden.

    Fehler haben neben der augenblicklichen negativen Auswirkung langfristig größere positive Auswirkungen, wenn wir gerlernt haben, diese nicht ur zu umgehen sondern dadurch neue Wege finden, um das Ziel zu erreichen.

    Wenn Du z.B. ein schlechtes Aktien-Investment getätigt hast, gibts mehrere Möglichkeiten, die sowohl positiv als auch negativ sein können. Du kannst zum einen der Börse ganz fern bleiben, weil Du merkst, dass Du wegen größeren Verlusten nicht mehr ruhig schlafen kannst. Du kannst die Aktie in Zukunft meiden, weil Du mit ihr schlechte Erfahrungen gemacht hast (für mich die schlechteste Lösung, weil nur reine Vermeidung). Du kannst analysieren, warum letztendlich das Investment schief gelaufen ist und daraus für die Zukunft lernen für andere Investments. Du denkst dir gar nichts und investierst einfach weiter (nun ja, kann gut gehen, muß aber nicht). Dazwischen gibts noch eine ganze Menge anderer Abstufungen.

    Von daher ist das Fehlermachen an sich eine Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. Aber man muß gewillt sein, auch Fehler zu machen um wirklich daraus zu lernen.

    Vielleicht ein krasses Beispiel und nicht zur Nachahmung empfohlen. Ein alter Schulfreund hat 2008 das Angebot bekommen, einen Fond zu leiten. Er hatte mit Aktien zwar Erfahrung, aber mit Verlusten in größerem Stil noch keinen Kontakt gehabt. Er hat 10.000 € von seinem eigenen Kapital genommen und in eine Bank investiert, die dann vom Kurs komplett den Bach runter gegangen ist. Seine Anmerkung dazu: jetzt weiß ich, wie man sich als Anleger fühlt, wenn man viel Geld in den Sand setzt. Er ist übrigens heute ein sehr erfolgreicher Fondsmanager.
  • Hey,
    wow das ist viel Kommentar. Danke dafür.

    Aber du hast wohl vollkommen recht aus einem Fehler kann man sehr viel machen. Von sehr positiven bis zu sehr negativen Sachen. Was man daraus macht ist wohl das was den einem erfolgreichen von den anderen unterscheidet.

    Das mit den Freund finde ich auf jeden Fall beeindruckend aber auch sehr gut. Zum einem das er draus gelernt hat und zum anderen das er auch selbst auf der Seite gestanden hat. Finde es immer am schlimmsten, wenn jemand etwas verkauft und es selbst nie selbst genutzt hat. Glaube auch daher kommt etwas der Erfolg, welchen er dann heute hat.
  • Mein Motto ist: Versuche so wenig Fehler wie möglich machen, da auch ohne Zutun noch genug schief läuft.
    Aus Fehlern lerne man am meisten; manchmal muss man kleinere Fehler machen, um größere dadurch zu vermeiden. Stimme dir voll zu, dass man ein Fehler nicht ein zweites Mal machen sollte. Aber wer aus Angst vor Fehltritten seine Komfortzone nicht verlässt, kann keine Herausforderungen meistern.
  • Du meinst mit so wenig Fehler, wie möglich, aber eher nicht Blind in einen Fehler laufen oder? Also das man Fehler vermeidet, welche "offensichtlich" sind. Daher vermeidbar sind.

    Und stimmt, oft kann man mit kleinen Fehlschlägen viele große Fehler vermeiden. Wenn ich so drüber nachdenke, eigentlich fast immer. Da habe ich wirklich noch gar nicht so dran gedacht. Wie oft mich doch kleine Fehlschläge vor größeren Problemen bewahrt haben.

Was denkst du?

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