Präventionen – Probleme lösen, bevor sie entstehen

Über zwei Jahre sind vergangen, wo ich zum letzten Mal beim Zahnarzt im Wartezimmer saß. Schließlich hatte ich zwei Jahre keinerlei Schmerzen oder Probleme. Warum sollte man dann zum Arzt gehen? Niemand geht schließlich gern zum Arzt. Zum ersten Mal in meinen Leben saß ich als Prävention in einem Wartezimmer. Mit der Erwartung möglichst glimpflich wieder raus gekommen.

Die Odyssee beim Zahnarzt

Die Zahnärztin begrüßt mich sehr freundlich, wobei ich dann bei Ärzten immer etwas misstrauisch werde. Die Frage kommt schnell auf, ob er oder sie Spaß am Job hat oder mich als goldene Gans sieht. Naja, diese goldene Gans muss aber erstmal überprüft werden. Die Zahnärztin macht sich ans Werk. Zahn für Zahn prüfte sie mit dem Spiegel. Dabei warf sie ihrer Helferin lateinische Begriffe an den Kopf. Ich verstand nichts und hoffte die Begriffe heißen etwas, wie z.B. „Alles Gut“. Kurzer Zeit später wurde ich eines besseren belehrt. An 6 Zähnen gab es kleinere Probleme, welche man angehen müsse. Aber nicht heute und eine professionelle Zahnreinigung wären auch eine gute Idee. Dazu hat mir noch nie ein Zahnarzt geraten, obwohl es im Nachhinein eine gute Idee war.

Der Kopf wusste in dem Moment nicht, ober sich freuen sollte das es nur 6 kleine Probleme sind oder sich ärgern sollte. Laut Aussage der Zahnärztin wären die Probleme nicht aufgetreten, wenn ich in den zwei Jahren mal beim Zahnarzt zur Routine gewesen wäre. Dort hätte man es schnell gesehen und hätte noch vor dem Problem etwas ändern können. Ganz ohne Bohren von zu Hause aus.  Daher nehme ich das ganze Thema aktuell als Lehrstunde. Mehr ins Präventivmaßnahmen zu investieren und so Probleme gar nicht aufkommen zu lassen.

Persönlich habe ich Glück den größten Teil bezahlt die Krankenkasse. Ich selbst bezahle nur einen kleinen Teil und sehe die Summe als Lehrgeld. Dennoch hätte so ein Thema auch anders ausgehen können. In der Zukunft steht der jährliche Zahnarzttermin und zwei professionelle Zahnreinigungen fest im Kalender um Probleme noch vor den Beginn zu eliminieren.

Aber nicht nur bei Zähnen gibt es Präventionen. In vielen anderen Bereichen gibt es sie auch, wo ich komischerweise deutlich besser aufgestellt bin. Von daher mal meine typischen Präventionsmaßnahmen aufgegliedert nach verschiedenen Bereichen.

Finanzielle Präventionen

Grundsätzlich weiß ich jeden Monat, welche Kosten auf mich zugekommen. Daher erlebe ich selten eine Überraschung bei den Finanzen. Kosten die ich nicht vorher eingeplant habe müssen schon sehr außergewöhnlich sein. Vieles wird schon durch ein paar Pauschalen abgefangen.

Der Notgroschen ist ja auch eine Art Prävention. Eine Prävention in außergewöhnlichen Zeiten nichts dummes anzustellen mit den Investitionen. Der Puffer wächst ja auch fleißig vor sich hin. Beispielsweise ohne den Notgroschen hätte ich mein letzten Jobwechsel nicht so einfach stemmen können. 

Zuletzt sind auch Versicherungen eine Art von Absicherung. Die Hausrat und Haftpflichtversicherung kostet mich 6,10€ im Monat. Die Kosten für einen verlorenen Schlüssel, die kaputte auslaufende Waschmaschine oder einfach ein blöder Zufall können leicht tausende Kosten. 

Gesundheitliche Präventionen

Kommen wir zurück zu den Ärzten. Präventionen rund um die Gesundheit sind für mich persönlich mit das wichtigste im Leben. Rund um die Zähne mal ausgenommen bis heute. Mir bringt all das Geld nichts, wenn ich tot bin oder eine schwere Krankheit habe. Aus diesem Grund achte ich schon in vieler Hinsicht auf meine Ernährung und versuche eine Ausgewogenheit in mein Leben zu bringen. Nicht als Veganer oder Vegetarier oder sonst irgendein Kult, sondern einfach durch Entscheidungen des gesunden Menschenverstandes. 

Außerdem versuche ich immer ein gewisses Pensum an Bewegung in meinen Tag zu bringen. Persönlich ist mir die Art der Bewegung recht egal. Selbst ein langer Spaziergang ist gesünder als auf dem Sofa zu sitzen. Persönlich versuche ich jeden Tag so eine halbe Stunde bewusste Aktivität in meinen Tag zu bringen. Für die Sportfreaks nicht besonders viel, aber ich würde es gerne bis zum Ende meines Lebens so beibehalten können.

Gesundheit kann schnell sehr teuer. Egal ob man teuer im Sinne von Finanziell oder fehlender Lebenszeit sieht. Kleine Präventionen am Anfang können meist vor große Problemen am Ende schützen. Die häufigsten Todesursachen werden dominiert von Erkrankungen oder Problemen mit dem Kreislaufsystemen. Bei Männer fast 40 % und bei Frauen nahezu 50%. Ich denke viele könnten durch ein gewisses Maß an Bewegung und Ernährung deutlich gemindert werden. Aber ich drifte ab. 

Präventionen beim Transportmittel

Unsere geliebten Fahrzeuge, wie Fahrrad oder Auto sind dem menschlichen Körper beim Thema Präventionen gar nicht so fern. Kümmert man sich regelmäßig um sein Fahrzeug durch Wartung und Pflege sinkt meist deutlich der Verschleiss. Typisches Beispiel ist die Fahrradkette. Sauber und gut geölte hält die Fahrradkette sehr lang. Die Zahnkränze halten auch deutlich länger, wenn sie regelmäßig gepflegt werden. Meist kann man so den Austausch der Teil deutlich in die Zukunft verschieben. 

Ähnlich beim Auto. Die regelmäßige Wartung ist eh schon mal Pflicht, wenn man nichts unerwartendes Erleben will. Dort können sonst leicht Kosten im vierstelligen Bereich entstehen. Außerdem sollte man bei Merkwürdigkeiten bei Geräuschen oder optischen Erscheinung reagieren und nicht abwarten, sondern handeln. Motoren im Auto sterben z.B. nicht einfach von heute auf morgen. Meistens gibt es viele Anzeichen im vornherein, welche durch zum Beispiel komische Geräusche begleitet werden. Diese Anzeichen zu beheben sind meist sehr günstig. Ein neuer Motor nicht. 

Persönlich bin ich auch nicht die Person, welche täglich ihr Fahrrad oder Auto putzt. Aber bestimmte Dinge, wie beim Fahrrad die Kette, Federung,… werden schon sehr regelmäßig behandelt. Das Auto bekommt genug Pflege und Wartung um möglichst lang bei mir zu bleiben. 

Präventionen in der Wohnung

Die Wohnung verfällt sich bei mir ähnlich, wie die Transportmittel. Die meisten beginnenden Probleme sind mit wenig Aufwand zu erledigen. Entweder durch einen Anruf beim Vermieter oder die eignen zwei Hände. Der lockere Wasserhahn kann so schnell, wieder fest gemacht werden. Klingt banal, aber durch solche Themen kann z.B. Wasser an Orte laufen, wo es eigentlich nicht hingehört.

Und grade rund ums Thema Wasser kann es schnell sehr teuer werden. Selbst mit der Hausrat im Hintergrund muss man es meiner Meinung nicht drauf anlegen. Ein paar Euro und ein paar Minuten können so leicht ein langwieriges und vor allem teures Problem ersparen.

Fazit

Bei Präventionen ist es immer schwer zu sagen, welche Auswirkungen sie wirklich haben. Hält die gepflegte Kette wirklich länger? Lebe ich länger durch die Bewegung? Nichts davon kann ich mit einem klaren ja beantworten. Persönlich hoffe ich es, aber dort spielt wohl auch ein wenig Glück mit rein. Aber ich bin schon ein Verfechter lieber Probleme am Anfang mit wenig Aufwand zu lösen als am Ende mit einem Knall zu beenden.

Aber jeder kann dort natürlich anders denken. Was haltet ihr von Präventionsmaßnahmen sinnvoll oder vergeudete Zeit? Habe ihr vielleicht irgendwelche Präventionsmaßnahmen, welche ihr regelmäßig macht?

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4 Kommentare

  • Ich halte Präventionen für sehr wichtig! Habe so einen ähnlichen Artikel auch schon längere Zeit auf meiner To-Do-Liste stehen. Allerdings merke ich, dass ich sowas auch gerne vor mich hinschiebe. Ist aber schon wesentlich besser geworden. Letztens tropfte die Toilettenspülung und da sowas nicht von alleine besser wird, habe ich das bei der Vermieterin gemeldet und einen Handwerkertermin ausgemacht. War alles halb so wild und bewahrt letzten Endes vor einer erhöhten Wasserrechnung.

    Zahnärzte mag keiner, wobei man ziemlich viel Stress im Nachhinein bekommt. Ich kenne ein paar Leute, die auch heftige Odysseen hinter sich haben (inklusive Ärztepfusch mit Folgeschäden) und teilweise noch mitten drin sind. Wenn es dann auch noch richtig Zahnersatz, Zahnwurzelbehandlung und Co. geht wird das ziemlich nervenaufreibend, gesundheitsgefährdend und teuer.
  • Dann mal raus mit dem Artikel.

    Das schlimmste sind einfach die Gedanken die ToDos. Man denkt ständig drüber nach. Meistens sind die Themen, einmal begonnen, wirklich nur halb so wild. Von daher fordere ich mehr handeln. Natürlich auch für mich selbst. Und wenn man dann noch spart dabei noch besser.

    Zu Zahnärzten haben die wenigsten ein gutes Bild. Sobald man einmal Probleme hatte sind sie unten durch. Obwohl ich mit der neuen Ärztin ganz gut klar komme. Die Odyssee findet dann hoffentlich bald ihr Ende.
  • Hey Mafis,
    ich habe eine Odyssee an Zahnarztbesuchen hinter mir und achte daher auch verstärkt auf die Zahnpflege. Prävention halte ich für nützlich und wichtig. Speziell die Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Sport ist an der Tagesordnung und wie du achte ich auf eine ausgewogene Ernährung. Zugegeben, beim Auto war ich in letzter Zeit etwas nachlässig - danke für die Erinnerung ;). Ein Schöner und motivierender Beitrag!

    Grüße
    Johannes
  • Hey Johannes,
    schön das der Beitrag motiviert. Der Beitrag musste jetzt auch einfach raus, sonst hätte ich den noch dreimal umgeschrieben...

    Beim Thema Zahnärzte hat wohl jeder seine Geschichte. Manche schlimmer und manche Besser. Ich war dort wohl in letzter Zeit ein bisschen ein Dummerchen. Nun ja, daraus sollte man lernen.

    Ansonsten klingt dein Weg nach einer guten Mischung. Und hoffe auch dir bringen die Präventionen ein langes und problemloses Leben. Und zum Auto muss ich zugeben seit dieser Woche blinkt auch mal wieder der Service auf. Sollte ich auch mal wieder ran.

    Gruß,
    mafis

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