Sabbatjahr – Schon mal drüber nachgedacht?

Ein paar Monate oder ein ganzes Jahr weg von der Arbeit? Einfach mal nach seine Träume leben und ausprobieren. Klingt ja verlockend. Sabbatjahr ist wohl der bekannteste Begriff dazu. Meine Meinung dazu will ich heute mal etwas aufrollen.

Sabbatjahr

Nachgedacht hatte ich über das Thema vorher noch nie. Sondern bin über den Welcome Workshop beim neuen Job auf die Idee gekommen. Einer hat die Frage nach einem Sabbatjahr in den Raum geworfen. Verneint wurde es prinzipiell nicht. Nur mal kurz zu Erklärung ein Sabbatjahr ist ein Sonderurlaub. Dabei kündigt man nicht die Arbeit, sondern wird für einen definierten Zeitraum freigestellt. Natürlich oft ohne Bezahlung und somit auch ohne Versicherungsschutz. In dem Zeitraum muss man sich dann um alles selbst kümmern. Daher so ganz einfach ist das Thema auch nicht.

Die Gründe solch eines Sabbatjahres sind dabei sehr unterschiedlich. Manche wollen sich in irgendeiner weise Weiterbilden, andere einfach etwas von der Welt sehen und andere auch einfach mal ganz neue Dinge auszuprobieren. Daher im Sabbatjahr ist man nicht dazu verpflichtet irgendetwas zu tun. Für mich persönlich wäre es vor allem das Reisen und das Ausprobieren einer selbständigen Tätigkeit. Da man mit etwas Vorlauf auch beides recht gut kombinieren kann.

Zeit zum Reisen

Man könnte z.B. drei Monate in den USA verbleiben. Sein Lebensunterhalt könnte man in der Zeit gut mit Freelancing bestreiten. Dabei könnte man so einige Erfahrungen fürs Leben sammeln. Mal ein ganz andere Arbeitskultur kennen lernen, viel davon aufsaugen und hoffentlich mitnehmen. Außerdem könnte man in aller Ruhe mal dieses große Land etwas kennen lernen. Mich würden ja die ganze Westküste mal sehr reizen mit all seinen Nationalparks. Yosemite, Lake Tahoe, Grand Canyon um nur einige zu nennen. In den typischen 3-4 Wochen erinnert es ja meist mehr einer Tour de USA, wo man möglichst viele Ziele in kurzer Zeit abklappert.

Zeit zum ausprobieren

Geld könnte man gut über entsprechende Tätigkeit von Freelancing oder eines bezahlten Praktikums generieren. Oder halt ein eigenes Business ausprobieren, woran man schon so oft gedacht hat. Grade in einem Zeitraum von mehr als einen Monat wird es ja meist sonst sogar ein wenig langweilig. Daher so eine gesunde Mischung aus Arbeit und Freizeit würde mich für so eine Zeit schon sehr reizen. Außerdem kann man bei einem eigenen Business meist erst nach so einem halbe Jahr sehen, ob es den wirklich läuft.

Ich denke mal drüber nach

Den Gedanken werde ich ab jetzt auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten. Dafür würde ich auch so einiges zur Seite legen um mir so etwas zu ermöglichen. Den falls mal eine Familie dazu kommt, dann sind solche Dinge zwar immer noch möglich, aber jedoch deutlich aufwendiger. Aktuell wäre es noch ein leichtes für längere Zeit mal die Koffer zu packen.

Jetzt würde mich natürlich mal interessieren, ob ihr darüber auch schon mal nachgedacht habt? So ein Ausstieg aus dem Job auf Zeit? Und warum würde ihr dann aussteigen?

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10 Kommentare

  • ich habe ehrlich gesagt schon öfter daran gedacht. Ein sehr guter Freund von mir und ich hatten geplant in den nächsten paar Jahren eine Wanderung quer durch Südamerika zu machen. Tausende Kilometer zu Fuß gehen. ich traue mich zu behaupten, dass wir sehr sportlich sind. Ich hätte auch kein Problem in den nächsten Monaten aufzubrechen, doch bei ihm sehe ich da ein paar Zweifel aufkommen. Ich glaube er traut sich das ganze dann doch nicht zu. Mir ist es egal, ich würde kündigen auch. Ich lebe für meine Abenteuer, nicht um arbeiten zu gehen. deshalb auch der dringende Wunsch nach finanzieller Freiheit.

    mfG
  • Das hört sich wirklich nach einer wirklich guten Ideen an. Über so Dinge hatte ich auch schon öfters nachgedacht. Ich denke auch es ist weniger ein Fitness Problem, wenn man das schaffen will. Der Kopf ist wohl dabei viel wichtiger, von daher muss der Freund wohl dort eher seine Entscheidung treffen. Wenn es ihm wirklich wichtig ist, dann wird er das auch schaffen. Tempo ist dort ja egal.

    Aber ich glaube mit so etwas würde ich nicht bis zur finanziellen Freiheit greifen, außer sie ist zum greifen nah. Sobald sich eine gute Chance ergibt sollte man sie nutzten. Wäre ja blöd, wenn man die finanzielle Freiheit erreicht und dann plötzlich andere Probleme hat.
  • Ich stelle es mir nicht so leicht vor, 1 Jahr einfach mal Pause zu machen. Ich hätte Angst, beruflich was zu verpassen. Ein Bekannter von mir (IT-Branche) hat letztens 2 Monate unbezahlten Urlaub genommen und ist umher gereist. Fand ich interessant, dass das so einfach ging.
  • Man muss ja auch kein ganzes Jahr machen ;) aber ich verstehe die Angst schon. Obwohl ich auch denke, wenn man sein Job liebt, dann wird man eher in der Zeit noch etwas lernen und kommt so mit ganz neuen Ideen zurück. Kann also auch mal ganz gut sein etwas zu verpassen.

    Ich denke zwei Monate sollten bei den meisten Arbeitgebern nicht so das Problem sein, wenn man den Früh genug fragt
  • Da ich erst seit zwei Jahren aktiv im Arbeitsleben stehe, ziehe ich ein Sabbatical noch nicht in Betracht - v.a. weil ich nach meinem Empfinden einen mehr als entspannten Arbeitsalltag habe und meine gewünschten Auszeiten mehr als genug mit den Urlaubstagen abgedeckt werden; dies kann sich in den nächsten Jahren aber sicherlich noch ändern.

    Mein Arbeitgeber - und auch zahlreiche andere - bieten mittlerweile Sabbaticals "aktiv" an; d.h. z. B.nach 3 Jahren Betriebszugehörigkeit kann man für 6 Monate ein Sabbatical nehmen. Um den angesprochenen Versicherungsschutz zu behalten (inkl. Sozialleistungen etc.), lässt man sich einfach während des Sabbaticals einen Teil des Gehalts weiter auszahlen, welchen man vorher "einspart" - alternativ kann man den Jahresbonus und Überstunden/Mehrleistungen auf ein sog. "Zeitwertkonto" einzahlen lasssen; heißt: statt Auszahlung gibts Sabbatical-Tage, welche man während des Sabbaticals nutzen kann. Wer also im Vorfeld fleißig ist, kann mehrere Monate Sabbatical mit Mehrleistung finanzieren, ohne auf's Fixgehalt zu verzichten.

    Dass manche Betriebe dies nicht aktiv unterstützen, kann ich ansatzweise verstehen - immerhin fällt eine fest eingeplante Arbeitskraft weg, welche im Regelfall ersetzt werden will (und eben nur in einem kurzen Zeitraum) und dieser Ersatz muss auch noch eingelernt werden (Zeitaufwand = Kosten).
    Da wir uns (bei meinem Arbeitgeber) zu 99% im Projekteinsatz befinden, kann man das Sabbatical ganz einfach an ein Projektende hängen; damit fällt das Einlernen weg - also Arbeitnehmer ist man aber an die Projektzeiträume gebunden. Der nächste Projekteinsatz folgt dann eben nach dem Sabbatical.

    Letztendlich habe ich von allen Kollegen, welche diese Change wahrgenommen haben, nur das Beste gehört - und von allen ausdrücklich den Ratschlag, dies in Anspruch zu nehmen. Am schwersten stelle ich es mir aber vor, nach 6 Monaten Strand, Sonne und fremde Kulturen wieder 8 Stunden am Tag am Schreibtisch zu sitzen :).
  • Ja, also als Urlaubsersatz brauche ich das eindeutig auch nicht und kann dich da voll und ganz verstehen ;)

    Aber klingt nach einer ziemlichen coolen Lösungen, welcher der Arbeitgeber dort anbietet. Müsste ja gefühlt sogar fast noch einen Steuervorteil haben, wenn ich mir das so ansehe.

    Natürlich ist das nicht für alle Arbeitgeber eine einfache Lösung. Man braucht Ersatz und der ist nicht immer einfach zu finden. Obwohl ich auch wieder sagen muss, wenn man gefühlt unersetzbar ist würde ich mir als Unternehmen auch Gedanken machen. Von daher mit etwas Vorlauf von einigen Jahren vielleicht sogar müsste es theoretisch überall möglich sein. Aber das ist ein anderes Thema.

    So im Projektgeschäft ist es natürlich echt praktisch für solche Modelle. Wie du sagst lässt es sich da super integrieren.

    Und wenn die Kollegen es so loben, dann unbedingt machen ;) aber meinst du ehrlich du würdest 6 Monate nur "rumsitzen" ?
  • Hi Mafis,

    ja habe ich, aber wie du schreibst, ist es mit Familie deutlich aufwendiger. Unser Betriebe lässt dies leider nicht zu. Allerdings habe ich das Thema auch im Hinterkopf und werde mich in einigen Jahren noch einmal intensiver damit beschäftigen.

    VG
  • Hey alelab85,
    schade das es der Betrieb nicht zulässt. Eigentlich wäre es doch ein Win-Win nach einer gewissen Zeit, weil man ja meist nicht nur abhängt.

    Aber klingt gut das du drüber nachdenkst. Würdest du dann eher wegen Familie oder Selbstverwirklichung dir Zeit nehmen?

    VG

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