Studium aufhören oder weitermachen?

Die Fernuniverstät in Hagen wollte wissen, ob ich am Sommersemester 2016 teilnehme. Früher habe ich die Frage immer direkt mit Ja beantwortet und war innerhalb kürzester Zeit fürs nächstes Semester eingeschrieben. Diesmal war es nicht ganz so leicht. Ich schwankte sehr zwischen Studium weitermachen und aufhören.

Rückblick aufs Studium

Diesmal hielt ich den Brief in der Hand und fragte mich mache ich noch weiter oder lasse ich es bleiben? Den ich weiß einfach das Studium wird mich nicht dort hin bringen, wo ich mit meinem Leben hin will. Solch ein Studium ist typisch für die Fachkarriere in einem großen Unternehmen. Jahr für Jahr steigt man langsam auf. Irgendwann ist man oben in der Liste angekommen. Zu Beginn des Studiums war dies auch genau mein Traum und mein Gedanke. Irgendwann werde ich weit oben im Unternehmen sein. Mittlerweile sehe ich das jedoch etwas anders, wie meine Gedanken über den Traumberuf gezeigt haben. Und nun?

Um ehrlich zu sein habe ich an das Jahr zurück gedacht. Was habe ich gelernt und was hat mich im Leben weitergebracht? Dabei tauchte niemals das Wort Studium oder eins der entsprechenden Module in den Gedanken auf. Den das war einfach nur Studium nach planen. Lesen, Abarbeiten und Klausur schreiben. Grade das Thema Klausuren war für mich kein Thema, welches ich besonders geliebt habe. Aber dennoch muss ich zugeben die Unterlagen haben mich sehr fasziniert. Gelesen habe ich die Unterlagen meist innerhalb kürzester Zeit, weil die Module einfach interessant waren. Aber sich so detailliert in sehr theoretische Themen einarbeiten war dann ab und zu doch etwas sehr langweilig.

Weitermachen oder nicht?

Mit dem Brief in der Hand stand ich also in einem Konflikt. Zum einem bringt mir dieses Studium einfach nicht so viel im Leben, wie ich es mir vielleicht erhofft habe. Zum anderen faszinieren mich aber bestimmte Themen aber so sehr, wie keine anderen. Daher hatte ich eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Zum einem höre ich mit dem Studium auf und besorge mir den Stoff so zusagen anderswo oder ich mache weiter und versuchen mich auf mein Kerninteresse zu beschränken. Daher ganz ohne Leistungsdruck und rein an der Freude zum Lernen von Themen aus der IT und anderswo.

<

h2>Eine rationale Entscheidung

<

h2>

Meine Entscheidung ist letztendlich auf Möglichkeit Nummer zwei gefallen. Aus sehr rationaler Sicht sogar, weil es einfach günstiger ist und mir doch einige Optionen offen lässt. Das Studium kostet im Semester gute 150€. Entsprechende Fachbücher in der Qualität der Unterlagen würden ähnliches Kosten und wären dabei nicht zwangsweise so sehr aufs Lernen optimiert. Durch Klausuren werde ich mir aber zukünftig die Zeit nicht mehr zwangsweise kaputt machen. Habe ich ein Thema gut verstanden, dann werde ich mich auch zur Klausur begeben. Aber ich werde nicht mehr Stunden über Stunden in das Lernen investieren nur um eine Klausur möglichst gut zu bestehen. Die Zeit kann ich dann für andere Teile des Lebens deutlich sinnvoller nutzten.

Mal sehen, wie die Entscheidung fällt, wenn der nächste Brief ins Haus kommt.

Trete jetzt der Community von bei, die bereits Erfolg mit meinen Tipps und Inspirationen haben:

Erhalte kostenlose Tipps und Kurse direkt in dein Postfach.

Kostenlos für dich. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

6 Kommentare

  • Du machst mit der Entscheidung alles richtig. Sich unnötigen Stress aufzubürden lohnt sich nicht. Du hast ja auch noch Beruf und Sport, die nicht vernachlässigt werden wollen. Selbst wenn dein Master viele Jahre dauert, so halte ich es schon für ene tolle Leistung, es überhaupt zu schaffen.
  • Das stimmt wohl im Nachein sind die Zeiten dafür Schall und Rauch.

    Bei meinem aktuellen Arbeitgeber hatte man erst verstanden mein Fernstudium wäre ein normales Studium, also ganz ohne Arbeit. Dort war man dann über mein geplantes Enddatum natürlich etwas überrascht. Aber nach dem geklärt war, das es ein Studium neben der Arbeit ist hat dazu niemand mehr was gesagt. Zeigt dann wohl das doch ein gewisser Respekt gegenüber einem Fernstudium da ist.
  • Natürlich darf man danach Fragen. Ist Master of Science in Praktischer Informatik.
  • Klingt für mich nach einer guten Entscheidung - vor allem hast Du Deine Einstellung zum Studium überdacht und Dir vielleicht damit unnötigen(?) Druck genommen. Wenn das allgemeine Interesse noch da ist, würde ich es durchziehen. Klar, Ausbildungen sind selten ein Zuckerschlecken, aber am Ende hast Du ein Diplom/Zertifikat/irgendeinenWischDenIrgendwerWichtigFindet in der Hand, der Dir ggf. doch mal eine Tür öffnet. Und wenn es der Beleg dafür ist, dass Du ziemlich belastbar sein musst.

    WIe lange ist es denn noch bis zum Ende?
  • Das stimmt. Druck geht dort so einige Weg. Aktuell versuche ich halt viele Sachen zu machen und auszuprobieren. Das Studium ist halt irgendwie von früher geblieben.

    Die Leistungsnachweise werde ich auf jeden Fall mitnehmen. Also wenn ich es mit Druck machen würde, dann wäre ich wohl in zwei Jahren durch. Wenn ich es ganz entspannt mache, so jedes Semester nur ein Modul. Dann wären das eher so 4 Jahre. Wäre dann immer noch unter 30, also die entspannte Art klingt irgendwie verlockender.

Was denkst du?

Powered by Chimpify